Ort körperlichen und handwerklichen Geschickes

Der ursprüngliche Floßeinbindeplatz, etwa am heutigen Anglerheim Wernshausen erwies sich als ungünstig, da er zu weit weg vom Ort lag und gleich nach dem Start der Flöße ein Wehr zu überwinden war. Im Rahmen der Separation in Wernshausen (Neuvermessung der Feldflur 1872) wurde den Flößern ein neuer Einbindeplatz zugewiesen. Dieser befand sich zwischen dem Gelände der Papierfabrik und der Einmündung der Rosa in die Werra in unmittelbarer Nähe zum Sägewerk E. & S. Fischer.

Die Strömung der Werra wurde an dieser Stelle durch aufgeschüttete Steinwälle beruhigt, um den Flößern ein reibungsloses Einbinden zu ermöglichen. Auf dem Einbindeplatz, der den Holzhändlern verpachtet wurde, wurden die angelieferten Langhölzer zunächst nach Stärkeklassen vorsortiert, abgelängt und daraufhin mit sogen. Wieden eingebunden. Ein typisches Werrafloß war üblicherweise bis zu 22 m lang und 3,75 m breit und bestand aus mehreren Lagen Holz. Der Floßeinbindeplatz befindet sich heute auf dem Werksgelände der Sofidel Papierfabriken, etwa 400 m in nördlicher Richtung. Er ist bebaut und heute nicht mehr zu erkennen.